Das Safari Beach Hotel südlich von Mombasa ist ein bei Touristen aus aller Welt beliebtes Urlaubshotel in Kenia. Ende 2004 nahmen hier über 40 Abgeordnete des kenianischen Parlaments an einem Workshop teil,[1] der von einer PR-Agentur organisiert und von der Tabakindustrie finanziert wurde. Thema des Workshops war ein Gesetzentwurf, der die Einführung von schriftlichen Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen sowie Rauchverbote und Werbebeschränkungen vorsah. Erst drei Jahre später trat der Tobacco Control Act in abgeschwächter Form in Kraft. 2014 brachte das Parlament auf Initiative des Gesundheitsministeriums eine Novelle des Tabakkontrollgesetzes auf den Weg.[2] Gegen die darin vorgesehenen bildlichen Warnhinweise hat British American Tobacco Klage vor dem Obersten Gerichtshof eingelegt. BAT Kenya wurde 1965 gegründet und ist bis heute Marktführer in der ehemaligen britischen Kolonie. Interne Industriedokumente belegen die engen Kontakte des Tabakkonzerns zu den Staatspräsidenten Jomo Kenyatta, Daniel arab Moi und Mwai Kibaki.[3]

 

Weiterführende Informationen:

“The law was actually drafted by us but the Government is to be congratulated on its wise actions”: British American Tobacco and public policy in Kenya (2007)

Tobacco industry interference in Kenya: Exposing the tactics (2013)

Politische Einflussnahme

Länder

Kenia