Nein, gibt es nicht.
Das Label „Fairtrade“ steht für faire Produktionsbedingungen: guter Arbeitsschutz, keine Kinderarbeit, faire Preise. Das ist bekannt von Kaffee, Schokolade oder Tee. Doch für Tabak gibt es keine Fairtrade-Standards und kein Fairtrade-Siegel.
Weder Anbau noch Konsum von Tabak sind mit den Prinzipien des fairen Handels vereinbar, denn er ist weder aus sozialer noch aus gesundheitlicher noch aus ökologischer Sicht ethisch vertretbar. Deshalb kommen Tabakprodukte für die Mitgliedsorganisationen von Fairtrade grundsätzlich nicht in Frage.
Tabak schädigt die Gesundheit der Konsument*innen. Zigaretten sind so gefährlich, dass sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Hälfte aller Nutzer*innen töten und viele weitere langfristig krank machen.
Tabak schädigt aber auch die Produzent*innen. Tabakanbau zerstört die Umwelt durch die Abholzung von Wäldern und den starken Einsatz von Pestiziden. Außerdem hat der Anbau von Tabak negative Auswirkungen auf die Ernährungslage der Bäuerinnen und Bauern, aber auch der ganzen Bevölkerung in Tabakanbaugebieten.
Lesen Sie mehr über die negativen Auswirkungen von Tabak auf eine nachhaltige Entwicklung