Für eine tabakfreie Welt: Zwei Farmer*innen in Brasilien haben sich für den Ausstieg aus dem Tabakanbau entschieden. In zwei neuen Videos erzählen sie, warum sie diesen Schritt gegangen sind und was der ökologische Landbau für sie bedeutet.

In der nächsten Woche geht es in Genf darum, wie der Tabakkonsum und dessen verheerende Folgen weltweit weiter reduziert werden können. Dort treffen sich vom 17. bis 22.11.2025 die Vertreter*innen der mehr als 180 Vertragsstaaten des WHO-Tabakrahmenabkommens (WHO FCTC) zur elften Konferenz der Vertragsparteien (COP11).

Das Abkommen enthält nicht nur Maßnahmen zur Gesundheitspolitik, sondern auch solche, die den Tabakanbau verringern sollen. So haben sich die Vertragsparteien in Artikel 17 verpflichtet, alternative Einkommensmöglichkeiten zum Tabakanbau zu unterstützen. Hier engagierte sich Brasilien bis 2021 stark, bevor die Regierung das Programm auf Eis legte. Die aktuelle Regierung will es nun wieder aufnehmen.

Und das, obwohl Brasilien weltweit seit vielen Jahren der größte Exporteur von Rohtabak ist. Von dort kommt rund ein Viertel des Rohtabaks, den Deutschland importiert. Vor allem in Brasiliens Süden bauen kleinbäuerliche Betriebe Tabak an – mit kaum Profit und unter großen Gesundheitsrisiken.

Zwei Farmer*innen sind aus diesem Geschäft ausgestiegen. Nun erzeugen sie Nahrungsmittel nach ökologischen Prinzipien: Milch, Salat und Gemüse finden Absatz über eine Kooperative und auf einem lokalen Markt. In kurzen Videoclips geben sie einen Einblick in ihre Entscheidung und ihren tabakfreien Lebensunterhalt.

„Ich bin für meinen Sohn umgestiegen“, erklärt Eliane Roloff Rutz.

„Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg“, fasst Carlos Fischer zusammen.

Herzlichen Dank an unsere Kolleg*innen vom Programm CAPA de Agroecologia bei der Fundação Luterana de Diaconia (FLD) in Brasilien, mit denen wir für diese Videos zusammengearbeitet haben.

"Das Gefühl, nicht mehr mit Pestiziden arbeiten zu müssen, oh mein Gott, das ist so unbezahlbar" Eliane Roloff Rutz

Weltkarte des Wandels: Alternativen zum Tabakanbau