Nationales Diversifizierungsprogamm
Das brasilianische Ministerium für ländliche Entwicklung unterstützt Alternativen zum Tabakanbau zur Verbesserung der Ernährungssicherheit.
Zum ArtikelOnline-Seminar, Mittwoch, 15. Oktober 2025, 14:00 – 15:30 Uhr (MESZ)
Anlässlich des Welternährungstags 2025 laden wir Sie ein zu unserem Gespräch am frühen Nachmittag: „Ökolandbau statt Tabakproduktion – Gut fürs Klima und die Menschen.“ Erfahren Sie, wie Farmer*innen in Brasilien und Bangladesch der Ausstieg aus dem Tabakanbau gelingt und wieso ökologische Anbaumethoden die Landwirtschaft der Zukunft sind.
Die konventionelle Landwirtschaft in Monokulturen, wie sie auch im Tabakanbau üblich ist, belastet die Umwelt, schadet dem Klima und gefährdet die Biodiversität. Die notwendige Trocknung der Tabakblätter verursacht außerdem mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen der globalen Zigarettenindustrie. Der Großteil des weltweit gehandelten Rohtabaks wird im Globalen Süden produziert. Die Menschen in den Tabakanbaugebieten bezahlen dafür den Preis: ausgelaugte Böden, vergiftete Gewässer und abgeholzte Wälder.
Außerdem ist Tabakanbau für die meisten kleinbäuerlichen Familienbetriebe nicht lukrativ, sondern geht mit Ausbeutung, Verschuldung und Armut einher. Im Tabaksektor und allgemein in der industriellen Landwirtschaft erzielen vor allem multinationale Konzerne hohe Profite – auf Kosten von Mensch und Umwelt.
Der Ausstieg aus dem Tabakanbau kann für kleinbäuerliche Familienbetriebe im Globalen Süden eine Lösung mit Zukunft sein, sofern die neuen Kulturpflanzen und Anbaumethoden nachhaltige Kriterien erfüllen. Die neuen Einkommensquellen sollten menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen mit der Regeneration und dem Schutz der Natur verbinden und wirtschaftlich tragfähig sein. Agrarökologie, Permakultur, regenerative Landwirtschaft oder Ökolandbau können dies leisten und werden weltweit praktiziert.
Wie sieht es konkret aus, wenn Farmer*innen vom Tabak auf andere Einkommensquellen umsteigen?
Am 15. Oktober sprechen wir darüber mit Expert*innen aus Brasilien und Bangladesch. Sie stellen vor, wie der Umstieg vom Tabakanbau zur ökologischen Landwirtschaft aussieht und wie er gelingen kann.
Anschließend wollen wir gemeinsam diskutieren. Welche Unterstützung ist für kleinbäuerliche Betriebe bei der landwirtschaftlichen Umstellung erforderlich und sinnvoll? Wie kann die Vermarktung der neuen Produkte gefördert werden? Welche Rahmenbedingungen sind dafür wichtig und wie können diese erreicht werden?
Kurze Einführung: Sonja von Eichborn, Leiterin Unfairtobacco
Moderation: Mireille Remesch, Referentin für Agrarpolitik, Agrarkoordination
Sprachen: Portugiesisch, Englisch, Deutsch (Simultanverdolmetschung)
Bitte melden Sie sich hier an.
Unser Online-Seminar anlässlich des Welternährungstags 2025 richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteur*innen, an Medienvertreter*innen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit.
Wir veranstalten das Seminar in Kooperation mit der AGRARKOORDINATION.
Die Veranstaltung wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ, durch die Landesstelle EZ des Berliner Senats, durch den Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst (Brot für die Welt), die Stiftung Oskar-Helene-Heim und die Stiftung Umverteilen.
"Die Nayakrishi Bauernbewegung bot uns Schulungen an, verteilte Saatgut und half bei der Herstellung von Kompost. Andere Bauern haben es mir gleichgetan, als sie meinen Erfolg sahen. Ich bin jetzt bei guter Gesundheit. Die Arbeitsbelastung ist gesunken." Farmer from Mirpur, Kushtia, Bangladesh
Ökolandbau statt Tabakproduktion: Gut fürs Klima und die Menschen
Online-Seminar
Termin: Mittwoch, 15.10.2025, 14-15.30 Uhr (MESZ)
Sehen Sie hier die Aufzeichnung
Teilnehmende Expert*innen:
Sprachen: Portugiesisch, Englisch, Deutsch (Simultanverdolmetschung)
Das Online-Seminar ist kostenfrei und richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteur*innen, an Medienvertreter*innen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit.
Bitte melden Sie sich hier an.
Infos zum Online-Seminar (pdf)